Brückenmännchen und Brückenweibchen

Bonner Originale seit 1898

An der Rheinbrücke in Bonn gab es nachbarschaftliche Grüße der ganz besonderen Art!

Das Bonner Brückenmännchen wurde 1898 beim Bau der ersten Rheinbrücke (heutige Kennedybrücke) zwischen Bonn und Beuel an der Brücke befestigt – den Hintern in Richtung Beuel ausgestreckt. Hintergrund dieses nachbarschaftlichen Grußes war ein Streit über den genauen Standort der Brücke und die darauf beruhende Zahlungsverweigerung Beuels. Die Beueler Antwort darauf war das Brückenweibchen: eine grimmig in Richtung Bonn dreinschauende Waschfrau, die einen Pantoffel wurfbereit in der Hand hält. Bei der Sprengung der Rheinbrücke 1945 wurden die Original-Skulpturen beschädigt und mussten restauriert werden. Die restaurierten Werke, nun auf der Bonner Brückenseite angebracht, wurden 1960 durch Steinwürfe von Jugendlichen vollends unbrauchbar gemacht, so dass mittlerweile Kopien der Originale die Hochwasserschutzmauer am Beueler Rheinufer zieren.